Cloud Services Made in Germany im Gespräch: Dr. Olaf Holst, Chief Evangelist, OPTIMAL SYSTEMS

Interviewgast in dieser Folge von “Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch” ist Dr. Olaf Holst, Chief Evangelist bei der Firma OPTIMAL SYSTEMS.

Dr. Olaf Holst, Chief Envagelist, OPTIMAL SYSTEMSFrage: Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Dr. Holst: Mit der Content-Service-Plattform yuuvis® bietet OPTIMAL SYSTEMS Betriebskonzepte für gehostete ECM-Lösungen an. yuuvis® Ultimate fungiert dabei als eine Managed Cloud API für die Entwicklung Content-zentrierter Anwendungen, die leicht zu integrieren und installationsfrei sind. Mit yuuvis® Momentum verfolgen wir einen hybriden Ansatz mit identischem Code für On-Premises- oder Cloud-Nutzung. Der Nutzer hat also die Wahl, ob er teilweise oder vollständig in der Cloud arbeitet. Mit yuuvis® Momentum können darüber hinaus auf einfache Weise mandantenfähige SaaS-Lösungen angeboten werden – ohne zusätzlichen Aufwand.

Frage: Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Dr. Holst: Ich sehe hier vor allem die Einhaltung von Compliance-Richtlinien als wichtigen Faktor. Wer auf Cloud Services „Made in Germany“ setzt, kann sichergehen, dass diese mit der nötigen Expertise und Sorgfalt umgesetzt und eingehalten werden. Außerdem ist der direkte und oft persönliche Draht zum Hersteller enorm wichtig. Bei internationalen Firmen läuft die Kommunikation eher über Partner und anonyme Support-Tickets, was unnötige Umwege und Missverständnisse zur Folge haben kann.

Frage: In einer Befragung vor einiger Zeit bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Dr. Holst: Das sehe ich anders. Eine German Cloud ist alles andere als Quatsch. Wir müssen nicht zwangsläufig einen eigenen Cloud-Anbieter haben. Aber selbst die großen internationalen Player wie Amazon, Microsoft und Google sehen mittlerweile ein, dass sie in Deutschland genutzte Daten auch in Deutschland speichern müssen, um den hiesigen Datenschutzrichtlinien zu genügen. Deswegen sollten die Cloud-Rechenzentren vor Ort in Deutschland sitzen.

Frage: Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Dr. Holst: Ich gehe davon aus, dass wir in drei bis fünf Jahren fast keine On-Premises-Installationen mehr machen werden. Allerdings wird Cloud dann nicht nur Public Cloud sein, sondern auch Private Cloud in Rechenzentren.

Weitere Informationen zu yuuvis stehen im Lösungskatalog zur Verfügung.

Eine Sammlung von Interviews mit Vertretern der an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligten Unternehmen ist in der Rubrik Schriftenreihe verfügbar.