Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch: Christian Speck, Leiter Marketing und Business Development, abilis GmbH

Seit kurzem ist die abilis GmbH aus Stutensee in der Technologieregion Karlsruhe Mitglied in der von der AppSphere AG ins Leben gerufenen Initiative Cloud Services Made in Germany. Grund genug, uns mit dem Leiter Marketing und Business Development des Unternehmens, Christian Speck, über das Thema Cloud Computing im allgemeinen und Cloud Computing in Deutschland im speziellen zu unterhalten.

Frage: Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Speck: Folgende Cloud-Services bieten wir an:

  • Online-Speicherplattform „DriveOnWeb“: Cloud-Speicher für Business- und Privatkunden zum professionellen Dokumentenaustausch
  • SAP Systeme
  • sonstige ERP-Systeme
  • vServer Hosting
  • Personalabrechnung im HR System SAP Human Capital Management
  • Datenbanksysteme (wie Oracle, Microsoft, SQL Server, Sybase, Ingres, MySQL)
  • Microsoft Office-Anwendungen via Citrix
  • Serverbetrieb von CAD-SAP-Integrationslösungen, Web-Applikationen wie Unternehmensportale, Webauftritt, Content Management Systeme, Outlook Web Access. Dabei erfolgt das Hosting auf Webservern unter Linux und Apache
  • Nutzung von abilis Webservern und dedizierten Servern
  • Exchange und Groupware Hosting
  • Einsatz von IBM Hardware, xSeries und Blade-Servern

Frage:Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Speck: Um diese Frage zu beantworten, möchte ich zunächst einmal auf den Begriff „Cloud“ eingehen. Die Cloud an sich ist keine neue Entwicklung. Im Gegenteil, im Grunde genommen gibt es sie seit vielen Jahren. Unzählige Unternehmen greifen schon seit geraumer Zeit via Internet auf Anwendungen zu. Neu ist jedoch die rasante Zunahme der Nutzung und der Akzeptanz, die durch immer schneller werdende Internetanbindungen forciert wird und deshalb viele Vorteile gegenüber konventionellen IT-Infrastrukturen bietet. Doch mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-Lösungen steigen auch die Anforderungen, gerade bei Unternehmenskunden – bspw. in puncto Sicherheit, Verfügbarkeit, Unterstützung von mobilen Endgeräten oder Performance.
Und beim Punkt Sicherheit sind wir an dem entscheidenden Punkt, weshalb sich ein Anwender für Cloud Services „Made in Germany“ entscheiden sollte. Gerade im Zeitalter steigender Cyber-Kriminalität gewinnt das Thema Sicherheit weiter an Bedeutung. Anwender sollten sehr kritisch hinterfragen: In welchem Land liegt das Rechenzentrum, in dem ich meine Daten hoste, und wo liegen somit meine sensiblen Daten? Wo hat der Cloud-Anbieter seinen Sitz? Denn die rechtliche Situation variiert von Land zu Land teilweise sehr stark. So müssen Cloud-Anbieter aus den USA im Zuge des USA Patriot Act bei Bedarf Kundendaten an das FBI und andere Behörden weitergeben – auch wenn die Daten in europäischen Rechenzentren liegen.

Vor dem Hintergrund eines funktionierenden Datenschutzes macht es daher Sinn, die Daten bei einem deutschen Cloud-Anbieter in einem deutschen Rechenzentrum zu hosten. Hier können Anwender auf eine größtmögliche Sicherheit und auf Einhaltung der im Grundgesetz verankerten Datenschutzrichtlinien nach dem strengen deutschen Bundesdatenschutzgesetz zählen. So schützen insbesondere Unternehmen und Organisationen ihre sensiblen Daten.

Frage: In einer Befragung der Computerwoche bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Speck: Die Idee einer „German Cloud“ erachte ich als sehr gut und denke, diese wird für Unternehmen und Organisationen in der Zukunft viele Vorteile bringen, da die für Deutschland spezifischen Anforderungen hier abgebildet werden. Gerade weil sich Server und Daten nur in Deutschland befinden unterliegen sie dem strengen deutschen Bundesdatenschutzgesetz. Dies verhindert eine unautorisierte Weitergabe von Daten – auch sensiblen Daten – an Dritte. Als weiteren Vorteil sehe ich, dass einmal in das Netz eingespeiste Daten nicht mehr unkontrollierbar auf diversesten Servern umherschwirren, sondern dass diese durch eine integrierte Infrastruktur endgültig gelöscht werden können.

Frage: Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Speck: Cloud Computing ist ein wichtiger und zukünftig – sowohl kurz- als auch mittelfristig – massiv steigender Trend, sowohl im Business als auch im Privatbereich. Diese Prognosen spiegeln sich in zahlreichen Umfragen unter Experten wie das Fraunhofer-Institut wider. So werden bspw. zahlreiche Gegenstände aus dem Alltag immer mehr mit dem Internet verknüpft, was eine Zunahme von Cloud-Computing automatisch mit sich bringt. Die Investitionen in schnellere Datennetze und neue Mobilfunktechnologien unterstützen dabei diesen Trend. Auch Unternehmen werden in naher Zukunft immer mehr auf Cloud-Services setzen, da diese dazu führen, dass die Geschäftsprozesse massiv beschleunigt werden und zahlreiche Vorteile bringen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zu abilis stehen im Lösungskatalog zur Verfügung.

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