Dunkel GmbH: Wer HTTPS sagt sollte auch HTTP/2 sagen

Sicherheit und Performance gehören zu den wichtigsten Kriterien für Webseiten und Applikationen. Sowohl schnelle Ladezeiten als auch eine verschlüsselte Übertragung der Inhalte via HTTPS wirken sich günstig auf das Google-Ranking aus und sorgen für ein positives Benutzererlebnis. Verschlüsselung schützt nicht nur vor Datendiebstahl, sondern auch vor inhaltlichen Manipulationen und garantiert die Echtheit der Daten, die beim Benutzer ankommen. Deshalb ist der Einsatz von SSL/TLS-Zertifikaten inzwischen Standard für kommerzielle und kommunale Anbieter, unabhängig davon, ob sensible Daten übertragen werden oder nicht. Wer noch zögert, begründet das oft mit dem Einwand, dass HTTPS die Webseiten langsamer macht.

Die mit der Verschlüsselung verbundenen zusätzlichen Prozesse einschließlich Zertifikatsprüfung und Authentifizierung blähen den Datenverkehr auf und können die Ladezeiten verlangsamen. Mit moderner Hardware, einem guten Zertifikat und der richtigen Konfiguration lassen sich Performance-Einbußen allerdings soweit minimieren, dass sie von den Anwendern am Desktop kaum noch bemerkt werden. Anders sieht es bei mobilen Clients aus, die oft mit hohen Latenzen zu kämpfen haben. Hier zählt jede Millisekunde. Und der Anteil mobiler Webzugriffe nimmt stetig zu.

Eine mögliche Lösung des Problems ist HTTP/2, die erste größere Überarbeitung des Internetprotokolls HTTP seit 1999. Die neue Version wird den umfangreichen Inhalten heutiger Webseiten wesentlich besser gerecht und verspricht einen spürbar schnelleren Datentransfer. Dafür sorgen unter anderem das Multiplexing, also die gleichzeitige Übertragung unterschiedlicher Inhalte, die Komprimierung der Header-Informationen im Binärcode und die neue Server-Push-Funktion. Letztere erlaubt es dem Server auch ohne erneute Anfrage durch den Client, weitere Inhalte abzuschicken und im Cache zu speichern. „Inwieweit sich diese Beschleunigungsfunktionen auch in der Praxis für den HTTPS-Transfer bemerkbar machen, haben wir im Rahmen unseres Dunkel DX-Services mittels Real-User-Monitoring gemessen“, erklärt Axel Dunkel, Inhaber und Geschäftsführer der Dunkel GmbH und ergänzt: „Unsere Messwerte zeigen, dass mit HTTP/2 die verschlüsselten Verbindungen schon jetzt häufig schneller sind als die unverschlüsselten Verbindungen.“

Für die Messungen wird eine kleine Grafik in den Webseiten eingefügt und deren Ladezeiten gemessen. Insgesamt wurden über fünf Millionen Messergebnisse von echten Anwendern ausgewertet. Der Messpixel wurde sowohl über HTTPS als auch HTTP geladen. Wenn man die Mittelwerte der Ladezeiten für HTTPS und HTTP vergleicht, dann hat die unverschlüsselte Version noch etwas die Nase vorn. Allerdings zeigen die Messwerte ganz deutlich, dass HTTP/2 die Ladezeiten soweit reduziert, dass die Messgrafik in vielen Fällen verschlüsselt bereits deutlich schneller geladen wurde als unverschlüsselt und die kürzesten Ladezeiten mehrheitlich auf das Konto der HTTPS-Transfers gingen. Axel Dunkel vermutet, dass die langen Ladezeiten überwiegend von alten Clients mit einem Browser ohne HTTP/2-Unterstützung verursacht wurden.

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(Weitere Informationen zu den Messwerten)

Je mehr sich die neue Protokollversion durchsetzt und auch die Webseiten selbst an die neuen technischen Möglichkeiten angepasst werden, desto spürbarer wird der Zeitgewinn bei den Ladezeiten sein. Das Argument Performance-Verlust sollte bei der Frage HTTPS ja oder nein keine Rolle mehr spielen. Zumal die HTTP/2-Vorteile nur mit TLS-Verschlüsselung wirksam werden, da die Browser das neue Protokoll nur zusammen mit HTTPS unterstützen.

Darüber hinaus profitieren mobile Clients im besonderen Maße von den Beschleunigungseffekten, weil dank der Header-Komprimierung weniger Bandbreite benötigt wird und insgesamt auch weniger „Round-Trips“, d.h. Frage-Antwort-Runden zwischen Client und Server für die Datenübertragung notwendig sind. Eine Umstellung auf das neue HTTP/2-Protokoll rentiert sich deshalb vor allem für Unternehmen, deren Erfolg sehr stark von einer exzellenten Performance ihrer Webangebote auf den unterschiedlichsten Clients abhängt. Diese Kunden können in der Dunkel Cloud mit modernem Traffic-Management die Performance und Verfügbarkeit ihrer Webseiten und Anwendungen verbessern und gleichzeitig ohne Mehraufwand auf das schnellere HTTP/2 umstellen. Auf diese Weise nutzen sie die Vorteile des neuen Internetprotokolls, ohne die eigenen Webserver umrüsten zu müssen.

Über die Dunkel GmbH

Mit den cloudbasierten Infrastruktur-, Hosting- und Security-Services von Dunkel können Unternehmen jeder Größe moderne Informationstechnologie sicher für ihren Geschäftserfolg nutzen. Den Kunden steht mit dem Virtual Data Center ein sehr flexibler Managed Cloud Service mit umfangreichen Sicherheits- und Kontrollfunktionen in deutschen Rechenzentren zur Verfügung. Betreiber von Webseiten und Applikationen, denen Sicherheit und eine zuverlässige Performance auch bei hohen Zugriffszahlen wichtig sind, profitieren von einer hochverfügbaren Hosting Plattform mit beschleunigtem Storage, webspezifischen Schutzmaßnahmen und Disaster Recovery Services.

Die Dunkel GmbH ist bereits seit 1993 als Spezialist für sichere und hochverfügbare IT-Dienstleistungen etabliert und bekam 2011 als erster deutscher Anbieter die VMware vCloud®-Powered Validierung für seinen Virtual Data Center Service. Zum Kundenstamm gehören Rundfunkanstalten, kommunale Dienstleister und Unternehmen zahlreicher Branchen.

Weitere Informationen zu Dunkel sind im Lösungskatalog verfügbar.

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